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Deine Computermaus: Risiken und wie man sie vermeidet

Deine Computermaus: Risiken und wie man sie vermeidet

Ihre Computermaus ist wahrscheinlich nur ein kleiner Teil Ihrer Einrichtung, über den Sie nicht häufig nachdenken. Mit der Zeit kann das kleine Gerät aber großen Einfluss auf Ihre Gesundheit haben.

In Deutschland haben laut Statista im Jahr 2022 schätzungsweise 10,3 Millionen Arbeitnehmer hauptsächlich im Büro gearbeitet. Deutschland gehört auch zu den Spitzenreitern bei der Tele- und Hybridarbeit. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) hat 2023 fast ein Viertel der Erwerbstätigen (23,5 %) remote gearbeitet.

Immer mehr Menschen arbeiten sowohl im Büro als auch zu Hause an fixen Arbeitsplätzen, häufig ohne geeignete ergonomische Hilfsmittel. Eine schlecht designte Maus kann zu Schmerzen im Handgelenk, Muskelermüdung sowie Nervenbelastung führen. Werden diese Probleme ignoriert, verschwinden sie nicht einfach. Oftmals werden sie schlimmer.

In nachfolgendem Artikel gehen wir auf die Gesundheitsrisiken ein, die mit herkömmlichen Mäusen verbunden sind. Wir verraten Ihnen, was die Forschung sagt, und erläutern die ergonomischen Merkmale, die beim Kauf einer Maus wirklich einen Unterschied machen. Wir gehen auch darauf ein, wie Ergonomie und Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland behandelt werden. Dazu betrachten wir auch die neuesten Trends und das Marktwachstum.

Kaufen Sie neue Ausrüstung oder Sie haben Beschwerden, finden Sie hier praktische Ratschläge, um Ihre Hände, Handgelenke sowie Ihre Haltung zu schützen.


Die Gesundheitsrisiken beim Einsatz einer herkömmlichen Computermaus

Das stundenlange Arbeiten mit einer herkömmlichen Maus kann für Ihren Körper ziemlich anstrengend sein. Die sich wiederholenden Bewegungen, der schlechte Winkel der Handgelenke sowie fehlende Unterstützung können zu körperlichen Belastungen führen. Diese Belastung kann wiederum zu ernsthafteren Problemen führen, etwa Nervenkompression, chronische Schmerzen und langfristige Schäden des Bewegungsapparats.

Die Häufigkeit und die Auswirkungen von Verletzungen durch Mäuse

Mehrere Studien haben einen Zusammenhang zwischen häufiger Mausbenutzung und Schmerzen im Handgelenk, im Unterarm und in der Hand festgestellt. Eine Studie ergab, dass 85 % der Microsoft-Mitarbeiter Schmerzen oder Beschwerden hatten, die durch eine Nutzung ihrer Maus ausgelöst wurden. Eine separate Meta-Analyse von acht Studien ergab, dass Menschen, die zwischen 20 und 24 Stunden pro Woche eine Maus benutzen, eine mehr als dreimal so hohe Wahrscheinlichkeit haben, ein Karpaltunnelsyndrom zu entwickeln, als Menschen, die eine Maus unter 5 Stunden pro Woche nutzen.

Andere Studien haben gezeigt, dass der Einsatz einer Maus zusätzlichen Druck auf das Handgelenk ausüben und zu Verletzungen durch wiederholte Belastung führen kann. In einer Studie aus China berichteten etwa 22 % der Büroangestellten über Schmerzen oder Taubheitsgefühle im Handgelenk. Bei fast 1 von 10 Menschen wurde ein Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert. Die Nutzung von Mäusen war einer der Hauptfaktoren.

Gamer berichten von ähnlichen Problemen. Im Rahmen einer Studie gab mehr als die Hälfte der Gamer an, dass das Spielen ihre Gelenke oder Muskeln beeinträchtigt hat. Bei etwa einem Drittel gab es spezielle Probleme wie Tendinopathie und Karpaltunnel. Beide treten bei langfristiger Mausbenutzung auf.

Obwohl nicht jede Studie die Mausbenutzung von anderen Verletzungen in Verbindung mit Computern trennt, ist die Überschneidung offensichtlich.

Eine von Fachkollegen begutachtete Studie aus dem Jahr 2024 mit mehr als 1.000 Computerarbeitern in Deutschland ergab einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Telearbeit und Schmerzen des Bewegungsapparats. Das Risiko, neue Schmerzen im Nacken oder oberen Rücken zu entwickeln, war bei Personen mit schlecht ausgestatteten Heimarbeitsplätzen doppelt so hoch. Längere Arbeitszeiten am Computer verschlimmerten die Situation zudem.

Was Sie schlechte Ergonomie kosten kann

Abgesehen von Ihrer Gesundheit können Verletzungen durch wiederkehrende Belastungen auch Ihre Arbeit beeinträchtigen. In den USA sind Muskel-Skelett-Erkrankungen etwa für ein Drittel aller arbeitsbedingten Verletzungen verantwortlich, die wiederum zu Arbeitsausfällen führen. Auslöser solcher Verletzungen können der Einsatz von nicht ergonomischen Arbeitsgeräten wie herkömmlichen flachen Mäusen und Tastaturen sein.

Verletzungen durch wiederholte Belastung können die allgemeine körperliche Gesundheit, das geistige Wohlbefinden sowie die finanzielle Sicherheit eines Menschen beeinträchtigen. Auch für Unternehmen können die Kosten eine Belastung darstellen. Einigen Studien zufolge kosten sie Unternehmen in den USA jedes Jahr zwischen 38,25 und 45,9 Milliarden Euro an Arztrechnungen und Ausfallzeiten. Rechnen Sie noch andere Faktoren wie Physiotherapie und Arbeitsunfähigkeitsansprüche mit ein, können die Gesamtkosten dieser Verletzungen noch wesentlich höher sein.

Sind ergonomische Mäuse besser?

Ja, ergonomische Mäuse können besser als herkömmliche Mäuse sein. Einige ergonomische Mäuse, etwa solche mit einer vertikalen oder neutralen Position, sind so entwickelt, dass sie die Belastung verringern. Sie halten Ihr Handgelenk in einer natürlicheren Position. Dann müssen Sie Ihren Arm weniger verdrehen und Ihre Finger weniger beugen. Bei einigen Modellen können Sie die Maus mit dem ganzen Arm steuern, anstatt nur mit dem Handgelenk. Dadurch wird Druck vermieden.

Arten von Verletzungen durch Mäuse

Das Spektrum der Erkrankungen, die durch repetitive Belastungen entstehen können, ist breit gefächert. Betroffen davon können Finger, Handgelenke, Unterarme, Schultern, Nacken sowie Rücken sein. Eine schlechte Körperhaltung kann die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer Erkrankung sowie den Schweregrad der Erkrankung erhöhen.

Wie der Einsatz einer Maus zu Schmerzen führen kann und worauf Sie achten sollten

Verletzungen durch wiederholte Belastung

Viele mausbedingte Verletzungen fallen unter den sogenannten Begriff RSI (Repetitive Strain Injury – wiederholte Belastungen). Sie treten auf, wenn Muskeln, Sehnen oder Nerven zu stark beansprucht werden, ohne dass es genügend Ruhe oder Unterstützung gibt. Häufige RSIs wie das Karpaltunnelsyndrom, Sehnenentzündungen und die De-Quervain-Sehnenscheidenentzündung sind alle mit der Art der sich wiederholenden Hand- und Handgelenkbewegungen verbunden, die Menschen bei der Nutzung einer Maus ausführen.

Greifen Sie eine Maus zu fest oder klicken immer wieder mit demselben Finger, können Sehnen sowie Muskeln überlastet und nahe gelegene Nerven gereizt werden. Diese Art von sich wiederholenden Bewegungen kann auch zu einem sogenannten Triggerfinger oder Abzugsfinger führen. Dabei schwillt eine Sehne an und klemmt den Finger ein oder blockiert ihn. Es kann auch zu Verspannungen in der Schulter oder im Nacken kommen, wenn Sie Ihren Arm zu lange in einer Position halten. Das Resultat ist dann eine sogenannte Mausschulter.

Muskelermüdung und Haltungsprobleme

Muskelermüdung und eine schlechte Körperhaltung sind häufige Probleme beim Einsatz einer Maus. Das ist insbesondere der Fall, wenn Sie die Maus nicht richtig eingestellt haben. Sind Ihr Handgelenk und Ihr Unterarm nicht richtig ausgerichtet oder wird Ihr Arm nicht richtig gestützt, müssen die kleinen Muskeln in Hand, Unterarm und Schulter mehr arbeiten, als sie sollten. Im Laufe der Zeit kann die zusätzliche Belastung zu Ermüdung und Schmerzen führen.

Die Platzierung der Maus ist ebenfalls wichtig. Ist Ihre Maus zu weit weg oder befindet sie sich in einem ungünstigen Winkel, müssen Sie sich möglicherweise nach vorne strecken oder bücken, um sie zu benutzen. Das belastet die Trapezius- und Deltamuskeln zusätzlich. Das Resultat können Schmerzen im Nacken, in den Schultern oder im oberen Rücken sein. Im Laufe eines ganzen Arbeitstages können sich solche geringen Fehlhaltungen zu chronischen Verspannungen oder Beschwerden entwickeln.

Nervenkompression und Probleme mit der Durchblutung

Der häufige Einsatz einer Maus kann zu Nervenkompression und Kreislaufproblemen führen. Das Karpaltunnelsyndrom ist das häufigste Beispiel. Es tritt auf, wenn der Medianusnerv in dem als Karpaltunnel bezeichneten engen Raum des Handgelenks eingeklemmt wird. Das verursacht Taubheit, Kribbeln oder Schwäche im Daumen sowie den ersten drei Fingern.

Untersuchungen zeigen, dass die Verwendung einer Maus mit ausgestrecktem oder abgewinkeltem Handgelenk das Risiko einer Kompression des Medianusnervs erhöht. In einer kleineren Studie mit Büroangestellten wiesen fast 35 % derjenigen, die keine Symptome hatten, Anzeichen einer frühen Nervenschädigung auf, wenn sie jede Woche viele Stunden lang eine Maus benutzten. Der Zusammenhang wurde bei regelmäßiger Tastaturbenutzung nicht festgestellt.

Andere Erkrankungen im Zusammenhang mit Nerven wie das Kubitaltunnelsyndrom (durch Kompression des Ellenbogens) und das Thoracic-Outlet-Syndrom (durch Druck auf die Nerven in der Nähe des Schlüsselbeins) können durch eine schlechte Körperhaltung oder ein zu langes Stillhalten des Arms entstehen. Solche Verletzungen beginnen oft mit leichten Symptomen. Werden sie ignoriert, können sie sich aber verschlimmern.

Langfristige Effekte

Eine unbehandelte Überlastung kann zu dauerhaften Schäden führen. Stellen Sie Ihre Maus weiterhin so ein, können sich selbst leichte Beschwerden zu chronischen Sehnen- oder Muskelschmerzen entwickeln. In schwereren Fällen verschwinden Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom nicht von selbst und ist eine Operation erforderlich, um den Druck auf den Nerv zu verringern.

Eine stundenlange schlechte Haltung kann Mikrotraumata in den Sehnen und im Bindegewebe des Arms verursachen. Im Laufe der Zeit können sie zu Schwellungen, Schwäche oder eingeschränkter Bewegung führen. Das sind alles Symptome des „Mausarms“. Manche Menschen bekommen sogar Zysten in der Nähe der Gelenke oder Sehnen.

Das Risiko steigt mit schlechter Ergonomie, einer hohen Mausposition oder zu vielen Arbeitsstunden. Selbst leichtere Probleme wie die Ermüdung der Hand oder der Schulter können sich immer weiter verschlimmern und lassen sich schwerer rückgängig zu machen.

Ergonomie am Arbeitsplatz, Gesundheit und Marktwachstum in Deutschland

Deutschland hat ein gut entwickeltes System zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz. Dazu gehören strenge Gesetze, die von Versicherungssystemen unterstützt werden. Somit sollen Gesundheitsrisiken verringert und Mitarbeiter unterstützt werden, die von körperlichen Belastungen betroffen sind. Dennoch sind viele Arbeitnehmer nach wie vor mit Beschwerden, wiederholten Belastungen und schlechten Arbeitsbedingungen konfrontiert. Dazu gehören auch Probleme, die bei Büroarbeiten nur allzu häufig auftreten, bei denen eine starke Nutzung von Computern involviert ist. Daher wächst weltweit das Interesse an ergonomischen Lösungen, etwa bei Computermäusen.

Deutsche Gesundheits- und Sicherheitsstandards

Deutschland hat strenge Gesetze zur Arbeitssicherheit. Viele davon gelten auch für die Arbeit im Büro. Die Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) legt die grundlegenden Anforderungen für alle fest, die mit Bildschirmen arbeiten. Sie empfiehlt regelmäßige Augenuntersuchungen und unterstützt ergonomische Einrichtungen für Arbeiten am Bildschirm.

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) geht noch einen Schritt weiter. Darin wird die Verantwortung für die Reduzierung von Gesundheitsrisiken den Arbeitgebern auferlegt. Zudem wird festgelegt, dass Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen im Laufe der Zeit verbessern müssen. Dazu gehören auch körperliche Belastungen durch sich wiederholende Tätigkeiten oder schlechte Körperhaltung, auch wenn das Gesetz keine speziellen Arbeitsmittel wie Mäuse erwähnt.

Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) betonen ebenfalls, wie wichtig Ergonomie ist. Die beiden Verordnungen bestimmen, dass Arbeitgeber aktuelle medizinische und technische Erkenntnisse nutzen müssen, um gesunde Arbeitsplätze bereitzustellen. Dazu gehören auch Ausstattungsgegenstände wie Schreibtische, Stühle und Computermäuse.

Gesundheitswesen und Versicherungsschutz

Führt Ihre Arbeit zu körperlichen Belastungen oder Verletzungen, springt normalerweise die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ein. Sie ist Teil des allgemeinen Sozialversicherungssystems und deckt Gesundheitsprobleme ab, die durch Arbeit verursacht werden. Dazu gehören etwa Rückenschmerzen, Gelenkprobleme oder wiederholte Belastungen durch die Verwendung von Betriebsmitteln wie einer Maus.

Je nach Diagnose kann die Versicherung Physiotherapie, ergonomische Beratung oder sogar die Kosten für ergonomische Betriebsmittel übernehmen. Entscheidend ist, dass die Erkrankung als arbeitsbedingt anerkannt wird. Bei diesem System müssen Arbeitnehmer keine Schuld nachweisen, sondern lediglich, dass ihre Arbeit eine Rolle gespielt hat. Arbeitgeber sind zudem vor direkter Haftung geschützt.

Risikofaktoren

Viele Arbeitnehmer in Deutschland sind bei der Arbeit körperlichen Belastungen ausgesetzt. Häufig sind das lange Sitzzeiten am Schreibtisch, schlechte Körperhaltung und sich wiederholende Handbewegungen. Genau wegen dieser Risiken sind ergonomische Hilfsmittel wie eine richtig gestaltete Maus mehr als nur ein nützlicher Zusatz.

Daten von Destatis zeigen, dass etwa jeder dritte Arbeitnehmer bei der Arbeit regelmäßig körperlichen Belastungen ausgesetzt ist. Darunter befinden sich 9 %, die Zeit in ermüdenden oder ungünstigen Positionen verbringen. 4 % führen Arbeiten durch, die wiederholende Hand- oder Armbewegungen beinhalten. Arbeitsbedingte Verletzungen kommen in Berufen wie der Landwirtschaft und dem Handwerk am häufigsten vor. Allerdings gibt jeder fünfte Büroangestellte an, bei der Arbeit körperlichen Belastungen ausgesetzt zu sein.

Das Problem geht jedoch über ungünstige Positionen und schweres Heben hinaus. Bei der Büroarbeit fehlt zusätzlich auch Bewegung. Eine Umfrage unter 1180 Büroangestellten in Deutschland ergab, dass die Menschen durchschnittlich 64 % ihres Arbeitstages im Sitzen verbringen. Nur 37 % gaben an, dass sie regelmäßig Pausen von mindestens 10 Minuten einlegen, um sich zu bewegen. Dabei wird die Mittagspause nicht mitgezählt.

In ganz Europa sind die am häufigsten gemeldeten Risiken am Arbeitsplatz eng damit verbunden, wie wir unsere Computer nutzen. Die Studie 2024 European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks (für die Antworten von über 41000 Arbeitsplätzen in 30 Ländern gesammelt wurden) ergab, dass 64 % der Unternehmen langes Sitzen als größtes Gesundheitsproblem angaben. 63 % wiesen auf sich wiederholende Hand- oder Armbewegungen hin. Das ist ein Risiko, das direkt mit der Computerarbeit verbunden ist, etwa die häufige Verwendung einer Maus.

Die wichtigsten gemeldeten Risikofaktoren am Arbeitsplatz in der EU, 2014-2024

Häufigkeit von Schwerzen

Rücken- und Nackenschmerzen sind nach wie vor ein häufiges Problem an deutschen Arbeitsplätzen. Das gilt insbesondere bei Menschen, die den größten Teil des Tages im Sitzen verbringen. Nach einem Bericht des Erich Schmidt Verlags über eine Umfrage der Aktion Gesunder Rücken (AGR) aus dem Jahr 2025 leiden über 80 % der Arbeitnehmer unter wiederkehrenden Rückenschmerzen. 73 % berichten über Beschwerden in den Schultern oder im Nacken. Zwei Drittel geben zudem an, dass sie mit Schmerzen im unteren Rücken zu kämpfen haben.

Ergonomie macht einen Unterschied. 28 % der Mitarbeiter mit ergonomischen Arbeitsplätzen gaben an, schmerzfrei zu sein. Ohne ergonomische Ausstattung sinkt die Zahl jedoch auf nur 5 %. Leider ist der Zugang zu ergonomischen Möbeln und Arbeitsmitteln nicht an allen Arbeitsplätzen gleich.

Etwas mehr als die Hälfte der Beschäftigten (57 %) gibt an, dass ihre Arbeitsumgebung ergonomisch gut ausgestattet ist. Beschäftigte in kleineren Unternehmen gaben häufiger an, dass ihr Arbeitgeber nicht in ergonomische Verbesserungen investieren wollen (42 %).

Größere Unternehmen sind häufig eher bereit oder vielmehr in der Lage, proaktive Maßnahmen zu ergreifen. Bei SAP beispielsweise machten Muskel-Skelett-Erkrankungen im Jahr 2020 9,3 % aller Fehlzeiten aus. Daher startete das Unternehmen ein umfassendes Programm. Jetzt bietet das Unternehmen Physiotherapie, Arbeitsplatzberatungen sowie digitale Ressourcen an, um den Mitarbeitern bei der Verbesserung ihres Arbeitsumfelds zu helfen.

Marktwachstum

Es wird erwartet, dass der Markt für ergonomische Mäuse weltweit von 207,15 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 330,40 Millionen Euro im Jahr 2032 ansteigen wird. Dabei beträgt die jährliche Wachstumsrate von 6,9 %. Europa ist einer der größten regionalen Märkte, für den in den kommenden Jahren eine stetige Nachfrage erwartet wird. Angetrieben wird das wahrscheinlich durch strengere Sicherheitsstandards und ein wachsendes Bewusstsein für die Gesundheit am Arbeitsplatz.

Vor allem in Deutschland ist eine starke Dynamik zu beobachten. Laut Grand View Research wird der Gesamtmarkt für Computermäuse in Deutschland bis 2030 voraussichtlich 194,23 Milliarden Euro erreichen und zwischen 2025 und 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 11,5 % wachsen. Das macht den Markt zum am schnellsten wachsenden für Computermäuse in Europa.

Da fast ein Viertel der Deutschen von zu Hause aus arbeitet, rüsten viele Menschen ihre Home-Office-Einrichtung über die Peripheriegeräte hinaus auf. Basierend auf Daten von Statista Market Insights wird erwartet, dass der Markt für Home-Office-Möbel in Deutschland bis Ende 2025 4,02 Milliarden Euro erwirtschaften wird. Bis 2029 soll es weiteres Wachstum geben.

Gesundheit am Arbeitsplatz ist auch allgemein in Deutschland ein wachsendes Thema. Der Markt für Sicherheit am Arbeitsplatz wird schätzungsweise von 1,28 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf fast 3,40 Milliarden Euro im Jahr 2030 wachsen. Der Markt für Gesundheit am Arbeitsplatz wird bis 2032 voraussichtlich 5,27 Milliarden Euro ausmachen.

Arten ergonomischer Mäuse

Um diese Risiken zu verringern, sind ergonomische Mäuse so konzipiert, dass sie eine natürlichere Hand- und Armhaltung unterstützen. Es gibt sie in verschiedenen Formen und Ausführungen. Dabei fokussieren sich einige auf die Haltung des Handgelenks und andere auf die Armbewegung, die auch viele weitere Funktionen in einem Design vereinen. Die richtige Wahl hängt davon ab, was am angenehmsten ist und zu Ihren täglichen Aufgaben passt. Nachfolgend finden Sie die gängigsten Typen und ihre Funktionsweise.

Vertikale Mäuse

Vertikale Mäuse sind so gestaltet, dass Ihre Hand in einer handschlagähnlichen Position bleibt. Dabei ist Ihre Handfläche seitlich statt flach ausgerichtet ist. Zudem liegt die Seite Ihrer Hand natürlich auf dem Schreibtisch auf. Das Handgelenk hat dabei eine natürlichere Haltung und es wird die Notwendigkeit reduziert, Ihren Unterarm beim Bewegen des Cursors zu drehen. Die Tasten und das Scrollrad befinden sich an der Seite der Maus. Das erleichtert den Zugriff.

Durch die Minimierung von Drehbewegungen und Druck auf Handgelenk sowie Ellenbogen können vertikale Mäuse die Verspannungen reduzieren, die durch langes Arbeiten am Computer ausgelöst werden. Daher werden sie häufig für Büroangestellte oder Personen mit Schmerzen im Handgelenk und Unterarm empfohlen.

Die Form ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Allerdings empfinden viele Menschen nach der Umstellung auf eine vertikale Maus einen höheren Komfort. In einer Studie mit 22 Büroangestellten konnten alle Teilnehmer nach der Umstellung auf eine vertikale Maus einen ganzen Tag lang beschwerdefrei arbeiten. Menschen, die zuvor Schmerzen hatten, sprachen von einer spürbaren Linderung.

Trackball-Mäuse

Bei Trackball-Mäusen steuern Sie den Cursor, indem Sie eine integrierte Kugel mit dem Daumen oder den Fingern drehen. Die Maus selbst bleibt an ihrem Platz, sodass Sie Ihre Hand nicht über den Schreibtisch bewegen müssen. Das reduziert repetitive Bewegungen.

Da die Hand an einer Stelle bleibt, können Trackballs die Gesamtbewegung des Arms reduzieren. Das verringert die Belastung für Handgelenk, Unterarm sowie Schulter. Sie sind eine hervorragende Option für kleine Arbeitsbereiche, eingeschränkte Mobilität oder Aufgaben, die Präzision erfordern. Damit sind etwa Grafikdesign oder Gaming gemeint.

Es gibt zwei Arten von Trackball-Mäusen:

  • Mit dem Daumen bedienbare Trackballs. Sie sehen ähnlich wie herkömmliche oder manchmal auch vertikale Mäuse aus. Die Kugel befindet sich dabei an der Seite, an der der Daumen aufliegt. Sie bieten ein vertrautes Layout und lassen sich insgesamt einfacher anpassen.
  • Mit den Fingerspitzen bedienbare Trackballs. Sie sind normalerweise flach und haben einen zentralen Ball, der mit dem Zeige- und Mittelfinger gesteuert wird. Die Präzision ist höher, allerdings kann es etwas länger dauern, bis man sich an sie gewöhnt.

Trackballs muss man regelmäßig reinigen, damit die Kugel störungsfrei rollt. Manche Personen finden, dass sie weniger intuitiv als eine Standardmaus sind.

Geformte Mäuse

Geformte Mäuse sind so designt, dass sie sich den natürlichen Konturen der Hand anpassen. Im Gegensatz zu flachen, symmetrischen Mäusen haben sie häufig integrierte Daumenauflagen, Kissen für die Handballen oder abgewinkelte Griffe. Das stützt Ihre Finger sowie Handgelenke besser.

Ein solches Design fördert eine entspanntere Körperhaltung und trägt dazu bei, den Druck gleichmäßig zu verteilen. Dabei werden Verspannungen in Hand, Handgelenk und Unterarm reduziert. Sind Standardmäuse für Sie unbequem, wollen aber noch nicht auf ein vertikales Modell oder einen Trackball umsteigen, könnte eine geformte Maus mit zusätzlicher Unterstützung für angenehmer sein.

Wie bei anderen ergonomischen Modellen kann jedoch eine Eingewöhnungsphase nötig sein. Das ist insbesondere der Fall, wenn die Maus zusätzliche Tasten oder erweiterte Funktionen hat.

Welche ergonomische Maus ist die richtige für Sie?

Andere ergonomische Mäuse

Vertikale Mäuse, Trackball-Mäuse sowie geformte Mäuse sind die gängigsten Arten ergonomischer Mäuse. Es gibt jedoch auch einige andere Designoptionen:

  • Split-Design-Mäuse trennen oder neigen die linke und rechte Seite der Maus, damit Ihre Hand in einer natürlicheren, offeneren Position ruhen kann. Damit müssen Sie das Handgelenk nicht drehen oder beugen. Sie werden häufig mit geteilten Tastaturen kombiniert. Dann ist eine komplett ergonomische Einrichtung möglich.
  • Rollbar-Mäuse werden direkt vor der Tastatur positioniert. Sie werden durch Gleiten und Rollen einer zentralen Leiste mit den Fingern gesteuert. Die Geräte sind so designt, dass Ihre Hände zentriert bleiben und Sie sich möglichst wenig bewegen müssen.
  • Joystick-Mäuse verwenden einen vertikalen, stabförmigen Griff, um den Cursor zu bewegen. Die Tasten sind dabei so platziert, dass Ihre Finger natürlich darauf ruhen. Sie sind zwar nicht besonders verbreitet, bieten allerdings ergonomische Vorteile für Personen mit eingeschränkter Feinmotorik, da Sie den Cursor mit der ganzen Hand oder dem ganzen Arm bewegen können.

Kabelgebunden gegen drahtlos: ist es für Ergonomie wichtig?

Es gibt keine universelle Antwort auf diese Frage. Sowohl kabelgebundene als auch drahtlose Mäuse können ergonomisch sein. Vielmehr hängt es davon ab, wie Sie sie verwenden und wie gut sie zu Ihrer Arbeitsumgebung passen.

Drahtlose Mäuse bieten Ihnen mehr Freiheit, Ihre Hand so zu positionieren, wie es sich für Sie natürlich anfühlt. Ohne Kabel gibt es keinen Widerstand, wenn Sie die Maus bewegen. Das trägt natürlich dazu bei, Verspannungen in Handgelenk und Schulter zu reduzieren. Drahtlose Mäuse helfen auch, den Arbeitsplatz aufgeräumter zu halten. Das kann in kleineren oder gemeinsam genutzten Arbeitsumgebungen nützlich sein.

Kabelgebundene Mäuse sind allerdings normalerweise wesentlich leichter, da sie keine Batterien benötigen. Das geringere Gewicht kann Ihre Hand oder Ihr Handgelenk entlasten. Das gilt insbesondere bei längeren Arbeitssitzungen oder Aufgaben, die häufige Cursorbewegungen erfordern. Da sie direkt an Ihren Computer angeschlossen werden, haben sie eine stabilere Verbindung und müssen nicht aufgeladen werden.

Auf welche Funktionen sollte man bei einer ergonomischen Maus achten

Bei der Auswahl einer ergonomischen Maus sind Komfort und Leistung genauso wichtig wie die Form. Die Maus sollte gut in der Hand liegen, den Arbeitsablauf unterstützen und die Belastung reduzieren. Eine Kombination der richtigen Funktionen kann dabei helfen, Schmerzen langfristig zu vermeiden. Nachfolgend finden Sie einige der wichtigsten Punkte, die Sie beachten und berücksichtigen sollten.

Handgröße und Griffstil

Beginnen Sie mit den Grundlagen, etwa der Auswahl einer Form und Größe, die zu Ihrer Hand passt. Ist eine Maus zu groß oder zu klein, kann sie Ihre Hand in eine ungünstige Position bringen. Das verursacht möglicherweise neue Druckpunkte, anstatt sie zu entlasten. Die genauen Maße variieren je nach Marke. Allerdings sollten Sie im Idealfall eine Maus finden, die bequem in Ihrer Hand liegt.

Die Art und Weise, wie Ihre Finger und Handfläche auf der Maus aufliegen, ist ebenfalls von Bedeutung. Das ist der sogenannte Griffstil. Unterschiedliche Griffstile beeinflussen die Positionierung Ihres Handgelenks, Ihrer Finger sowie Ihres Unterarms. Das kann sich sowohl auf den Komfort als auch auf die Belastung auswirken.

Wie halten Sie Ihre Maus? Was ist Ihr Griffstil?

Suchen Sie bei der Maus nach einer Form, die Ihrer natürlichen Haltung entspricht. Sie sollten sich dabei nicht strecken oder verkrampfen müssen. Die Oberflächenbeschaffenheit kann den Griff ebenfalls beeinflussen. Eine zu glatte Oberfläche führt möglicherweise zum Verrutschen. Eine Oberfläche mit sogenanntem Soft-Touch-Finish oder leichter Struktur unterstützt Ihre Hand dabei, stabil und entspannt zu bleiben.

Programmierbare Funktionen

Nicht jede ergonomische Eigenschaft bezieht sich auf die Form. Mit programmierbaren Funktionen können Sie Ihre Maus genau auf die von Ihnen ausgeführten Aufgaben abstimmen.

  • DPI-Einstellungen (Empfindlichkeit): DPI steht für „Dots Per Inch“ (Punkte pro Zoll). Es bestimmt, wie schnell die Bewegung des Cursors ist. Eine höhere DPI-Einstellung bedeutet eine schnellere Bewegung bei weniger Handbewegungen. Das kann dazu beitragen, sich wiederholende Belastungen zu reduzieren. Niedrigere DPI-Einstellungen bieten mehr Kontrolle und sind für Aufgaben nützlich, die Präzision erfordern. Durch die Wahl der richtigen DPI-Einstellung können Sie die Maus effizient bewegen, ohne Ihr Handgelenk zu überlasten.
  • Programmierbare Tasten: Zusätzliche Tasten lassen sich für häufig ausgeführte Aufgaben wie Kopieren/Einfügen oder das Wechseln zwischen Fenstern zuweisen. Dann müssen Sie dieselben Bewegungen nicht wiederholen. Das kann die Belastung der Finger verringern und den Arbeitsablauf optimieren. Das gilt insbesondere für Benutzer, die häufig klicken.
  • Einstellbare Scroll-Modi: Bei einigen Mäusen können Sie das Verhalten des Scroll-Rads anpassen. Sie können etwa zwischen freiem Scrollen und einem langsameren, gerasteten Modus wechseln. Eine solche Steuerung kann beim Durchblättern langer Dokumente nützlich sein. Möglicherweise führt es zu einer geringeren Belastung der Finger und Sie müssen nicht so oft neu positionieren.

Anpassbare Add-Ons

Einige Mäuse haben optionale Zusätze, womit Sie anpassen können, wie sich die Maus in Ihrer Hand anfühlt. Dadurch lässt sich die Belastung im Laufe der Zeit verringern. Durch den Einsatz einiger dieser Teile wird Ihre Maus möglicherweise komfortabler:

  • Austauschbare Griffe oder Auflagen für den Daumen: Bestimmte ergonomische Mäuse haben austauschbare Seitenwände oder Griffe, womit Sie die Form und Beschaffenheit der Maus anpassen können. Das hilft möglicherweise, wenn die Maus zu schmal oder zu flach ist oder nicht ganz zu Ihrem Griffstil passt. Ändern Sie bestimmte Teile, kann das die Belastung Ihrer Hand reduzieren.
  • Handballenauflagen: Sie stützen die Handfläche, wenn Sie die Maus nicht aktiv bewegen. Während der Arbeit sollten Sie sich jedoch nicht darauf stützen, da sie den Druck auf Ihr Handgelenk erhöhen kann. Bei Pausen oder Aufgaben, die wenig Kraftaufwand erfordern, verringert eine weiche Handballenauflage möglicherweise die Belastung, weil Ihr Handgelenk in einer neutraleren Position ist.
  • Abnehmbare Gewichte: Sie können Ihrer Maus auch wechselbare Gewichte hinzufügen, um das Gewicht anzupassen. Eine leichtere Maus lässt sich leichter bewegen. Dadurch ermüdet die Hand weniger schnell. Für präzise Aufgaben wie Editieren oder Design ist eine schwerere Maus jedoch etwas stabiler.

Fazit

Eine normale Maus mag harmlos erscheinen, kann jedoch mit der Zeit zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Das sind etwa Schmerzen im Handgelenk, Muskelermüdung, Nervenkompression sowie langfristige Verletzungen. Die Belastung baut sich langsam auf. Treten Beschwerden auf, kann der Schaden bereits entstanden sein.

Untersuchungen in Deutschland haben gezeigt, dass unzureichende Arbeitsbedingungen das Risiko für neue Nacken- oder Rückenbeschwerden verdoppeln. Das gilt insbesondere zu Hause. Millionen von Menschen arbeiten in Deutschland von zu Hause aus oder verbringen den Großteil ihres Tages am Schreibtisch. Daher sind diese Themen aktueller denn je.

Der Umstieg auf eine ergonomische Maus und einige intelligente Anpassungen Ihrer Arbeitsumgebung können Ihren Komfort sowie Ihre langfristige Gesundheit erheblich verbessern. Finden Sie eine Maus, die Ihre Hand stützt, Verspannungen reduziert und zu Ihrer Arbeitsweise passt. Fokussieren Sie sich dabei nicht nur auf die Maus! Die richtige Schreibtischhöhe, eine Handgelenkstütze sowie regelmäßige Pausen tragen ebenfalls dazu bei, Ihre Körperhaltung zu schützen. Damit beugen Sie langfristigen Problemen vor.

Ihre Hände sowie Handgelenke leisten viel Arbeit. Kümmern Sie sich um sie, bedeutet das mehr Komfort und Gesundheit.

Haftungsausschluss: Die Währungsumrechnungen von USD in EUR in diesem Artikel wurden am 10. Juli 2025 umgerechnet. Der Wechselkurs betrug im Mittel 1 USD = 0,85 EUR. Die Zahlen sind ungefähre Angaben und dienen nur für Referenzzwecke.

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Maya Maceka