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Leitfaden für den Kauf von Elektrorollern: Das richtige Modell

Einen Elektroroller zu kaufen, ist aktuell gar nicht so einfach. Die Produzenten haben erkannt, dass es eine hohe Nachfrage nach Elektrorollern gibt, weswegen es jetzt jeden Tag Dutzende von neuen Herstellern gibt. Die meisten drucken ihr Logo aber einfach nur auf die gleichen generischen Rahmen, die aus den gleichen Fabriken kommen. Ich habe schon häufig gesehen, wie genau derselbe Roller unter einer anderen Marke verkauft wird. Gleiche Daten, gleicher Rahmen, aber unterschiedliche Preisklassen, je nachdem, wie schick die Webseite aussieht. Auch blähen die Hersteller ihre technischen Daten gerne auf, damit ihre Roller besser dastehen.

Sie wissen, dass du vor allem auf die Geschwindigkeit, Leistung und Reichweite achten wirst, also werden diese Zahlen kreativ beschönigt. Aber dahinter gibt es einige Zahlen und Merkmale, auf die du achten kannst, um dir einen echten Hinweis auf die Leistung des Elektrorollers zu geben.

In diesem Leitfaden zeigen wir dir daher einige wichtige Zahlen und Merkmale, und sagen dir, worauf du beim Kauf deines Elektrorollers achten solltest, damit du immer ans Ziel kommst, ohne ein Vermögen auszugeben. Wo immer möglich, belegen wir unsere Thesen mit Daten aus unseren Tests, damit du ein ehrliches Bild davon bekommst, was du kaufst.


 Worauf solltest du beim Kauf eines Elektrorollers achten?

Letztendlich hängt es davon ab, wie viel Geld du zur Verfügung hast. Wenn du mehr als 500 Euro zur Verfügung hast, kannst du dir zumindest einen anständigen Einsteiger-Roller zum Pendeln kaufen. Für mehr als 1.000 Euro bekommst du schon einen Performance-Roller. Aber auch mit einem begrenzten Budget solltest du bei einem Elektroroller auf diese Punkte achten:

Leistung

Konkret umfasst dieser Punkt:

Reichweite

Wie weit du mit dem Elektroroller mit einer einzigen vollen Akkuladung fahren kannst. Ein wichtiger Ratschlag: Verlasse dich dabei nie auf die vom Hersteller angegebene Reichweite, denn die Tests werden normalerweise unter idealen Bedingungen durchgeführt, die in der Realität nur schwer zu erreichen sind. Was bedeutet es also, wenn eine Reichweite von 70 Kilometern angegeben wird? Der Test wurde mit einem Fahrer durchgeführt, der 70 Kilo wiegt und der unter idealen Bedingungen auf völlig ebenem Boden 20 km/h fährt. In der realen Welt erreichst du maximal 60 % von diesem Wert, wenn du Glück hast.

Die veröffentlichten Reichweiten liegen in der Regel durchschnittlich 20 % über den Testergebnissen in der Praxis, und bei Elektrorollern, die es mit ihren Angaben wirklich übertreiben, beträgt der Unterschied sogar rund 40 %. Um eine genauere Vorstellung von deiner Reichweite zu bekommen, solltest du dir die Akkukapazität, den Akkuhersteller und den Akkutyp genau ansehen.

In der Theorie steigt die Reichweite fast linear mit der Akkukapazität, die in Wattstunden (Wh) gemessen wird. Eine Verdoppelung der Akkukapazität verdoppelt auch ungefähr deine Reichweite (vorausgesetzt, alle anderen Daten bleiben gleich).

Eine größere Akkukapazität bedeutet in der Regel auch, dass der Roller weiter fahren kann und länger mit einer höheren Leistungsaufnahme zurechtkommt, ohne dass die Leistung nachlässt, wenn der Akku leer ist.

Um dir einen Überblick zu verschaffen: So verhält sich die Kapazität ungefähr zur Reichweite:

  • ≤ 200 Wh: Findet man in Rollern mit sehr kurzer Reichweite und in einfachen Geräten, mit denen man beim Pendeln noch den letzten Kilometer zur Arbeit zurücklegen kann. Ein 36-Volt-Akku mit 4,4 Ah (158 Wh) reicht zum Beispiel für 18–25 Kilometer, aber in der Praxis werden es wahrscheinlich eher 15–19 Kilometer sein.
  • 200–500 Wh: Einsteigerklasse für Pendler. Diese Roller geben in der Regel eine Reichweite von 25-40 Kilometern an, schaffen unter realen Bedingungen aber eher nur 20-30 Kilometer. Sie eignen sich gut für kurze Pendelstrecken und Lösungen für die letzten Kilometer.
  • 500–1.000 Wh: Der Sweet Spot für die meisten Fahrer. Angaben von 40–55 Kilometern entsprechen in der Regel einer tatsächlichen Reichweite von 30–40 Kilometern. Das reicht für die meisten täglichen Fahrten mit etwas Puffer.
  • ≥ 2500 Wh: Extrem hohe Kapazität. Elektroroller mit 2.500–3.000 Wh (und mehr) sind oft Ultra-Performance-Modelle. Die Werbung verspricht vielleicht eine Reichweite von 120–150 Kilometern, aber in der Realität sind es vielleicht eher 90–110 Kilometer bei angemessener Geschwindigkeit.

Grob gesagt, kannst du mit 100 Wh im Durchschnitt 7 Kilometer zurücklegen, je nach Effizienz.

In der Praxis ist es jedoch wichtig zu wissen, dass die tatsächliche Reichweite vom Gewicht des Fahrers, dem Gelände, der Fahrgeschwindigkeit und dem Wetter abhängt.

Was den Akkutyp angeht, so sind Lithiumakkus den Blei-Säure-Akkus immer vorzuziehen, da sie weniger wiegen, eine gleichmäßigere Leistung liefern, sich schneller aufladen lassen und viel länger halten. Bei den Akkuherstellern halten die großen Namen (LG, Samsung, Panasonic) in der Regel besser als No-Name-Akkus.

Um bei der Reichweite auf Nummer sicher zu gehen, schau dir einfach die Strecke an, die du jeden Tag zurücklegst, rechne ein paar Kilometer für gelegentliche Umwege ein (20–30 % über deinem Bedarf) und vergleiche das dann mit den Angaben des Herstellers multipliziert mit 0,6. Wenn du die passende Akkukapazität gefunden hast, kannst du dir deinen konkreten Roller aussuchen. Wenn dein Arbeitsweg 11 Kilometer lang ist, solltest du dir einen Roller mit einer tatsächlichen Reichweite von mehr als 15 Kilometern zulegen (was einem Werbeversprechen von etwa 25 Kilometern entsprechen könnte).

Fazit: Die Akkukapazität ist ein besserer Indikator für die Reichweite. Mehr Wattstunden = bessere Reichweite, wenn andere Faktoren konstant bleiben. Nimm 60 % der vom Hersteller angegebenen Reichweite, um einen realistischen Wert zu erhalten. Um eine durchschnittliche Reichweite von 35 Kilometern zu erreichen, brauchst du also eine Akkukapazität von etwas mehr als 500 Wh.

Geschwindigkeit und Beschleunigung

Geschwindigkeit und Beschleunigung sind weitere Kriterien, auf die die meisten Fahrer Wert legen, aber als Fahranfänger solltest du nicht zu enthusiastisch sein. Aufgrund ihrer Bauweise sind Roller bei hohen Geschwindigkeiten nicht sicher, da die kleinen Räder nicht für eine Geschwindigkeit von 50 km/h ausgelegt sind, vor allem, wenn du kein fortgeschrittener oder erfahrener Fahrer bist.

Trotzdem willst du keinen zu langsamen Elektroroller, der von Joggern überholt wird. Eine Geschwindigkeit im Bereich zwischen 20–30 km/h sollte für die meisten Fahranfänger ausreichen; schnell genug, um mit dem Radverkehr Schritt zu halten, ohne dein Glück herauszufordern.

Auch hier wissen die Hersteller, dass dies ein weiterer Punkt ist, auf den die meisten Fahrer achten, sodass die Zahlen zwar nicht so übertrieben sind wie die Reichweite, aber dennoch etwas aufgehübscht wurden. Das liegt daran, dass die Hersteller die Geschwindigkeit mit folgenden Faktoren berechnen:

  • Einem vollständig geladenen Akku (nur während der ersten 10 % der Fahrt)
  • Einem perfekt flachen Boden
  • Keinem Wind
  • Werksneuen Komponenten (vor dem Verschleiß)

Aber in der Praxis fährst du eher mit:

  • Einem teilweise geladene Akku
  • Auf echten Straßen mit Hügeln und Schlaglöchern
  • Im Wind (und es ist immer Gegenwind – Murphys Gesetz)
  • Komponenten, die schon einige Kilometer hinter sich haben (die Lager verschleißen, Riemen dehnen sich, etc.)

Um ein genaueres Bild zu erhalten, solltest du die Motorleistung, die Reglergrenzen und die Akkuspannung/den Akkustrom beachten. Alle drei fassen ineinander, und das schwächste Glied setzt dabei die Grenze.

Als Faustregel gilt: Je mehr Watt der Motor hat, desto höher ist die Geschwindigkeit und desto stärker ist auch die Anfahrleistung. Ein Roller mit einem Motor mit 500–700 Watt erreicht in Praxistests in der Regel eine Höchstgeschwindigkeit von 25–35 km/h, was gut ist, um auf Radwegen mitzuhalten, ohne die Grenzen der Fahrwerksstabilität zu überschreiten. Am oberen Ende der Skala erreicht ein Elektroroller mit 2.000 Watt eine Geschwindigkeit von über 45 km/h. Eine höhere Wattzahl bedeutet auch, dass der Motor mehr Strom vertragen kann, bevor er überhitzt, was zu einer stärkeren Beschleunigung führt.

Im Folgenden findest du eine Tabelle, die dir einen groben Überblick über das Verhältnis zwischen Motorleistung und Geschwindigkeit gibt:

Motornennleistung (kontinuierlich) Durchschnittlich getestete Höchstgeschwindigkeit
≈ 250 W Einzel-Hub ≈ 20 km/h
≈ 350 W Einzel-Hub ≈ 25 km/h
≈ 500 W Einzel-Hub ≈ 30 km/h
≈ 1.000 W insgesamt (oft 2 × 500 W) ≈ 35–40 km/h
≈ 2.000 W insgesamt ≈ 45–55 km/h
≥ 3.000 W gesamt ≈ 40–65 km/h

Eine ausreichende Leistung des Akkus hält das Drehmoment auch bei harten Anfahrten hoch; schwache oder halbleere Akkus lassen nach, und der Roller wird langsamer. Dank der größeren Wh-Kapazität kann der Akku seine Spannung länger halten und die Beschleunigung während der Fahrt länger aufrechterhalten.

Der Regler ist das „Gaspedal-Gehirn“, das deine Anfahrleistung in einen Ampere-Befehl (Strom) für den Motor umwandelt. Mit anderen Worten: Der Regler begrenzt, wie viel Strom zum Motor fließt. Ein guter Regler erlaubt den vollen Stromfluss für schnelle Starts. Wenn der Regler zu wenig Leistung hat, kann sich der Elektroroller beim Start etwas kraftlos anfühlen.

Bei den Reglertypen gibt es zwei Hauptoptionen: Sinuswellen- und Rechteckwellenregler.

Sinuswellenregler bieten einen sanfteren Start, einen leiseren Motorbetrieb, einen besseren Wirkungsgrad bei niedrigen Geschwindigkeiten, und schonen den Antriebsstrang, was sie ideal für Pendler macht.

Rechteckwellenregler bieten einen stärkeren Start und sind günstiger, aber sie sind auch lauter und weniger effizient und können sich bei niedrigen Geschwindigkeiten ruckelig anfühlen. Sie werden bei Budget- oder Stunt-Rollern bevorzugt.

Und schließlich solltest du auch die örtlichen Gesetze beachten: Vielerorts ist die Geschwindigkeit von Elektrorollern auf 20 bis 25 km/h begrenzt, sodass ein Elektroroller mit einer Leistung von 55 km/h für deinen täglichen Arbeitsweg „zu stark“ sein könnte. Aber wenn du mehr Spielraum für den Einsatz im Gelände oder einfach nur zusätzliche Leistungsreserven brauchst, ist eine höhere Höchstgeschwindigkeit trotzdem eine gute Wahl.

Hinweis: Fahrergewicht, Reifengröße, Wind, Steigungen, Gelände und sogar Geschwindigkeitsbegrenzungen können die Angaben auf dem Datenblatt um ein paar km/h oder Sekunden verfälschen.

Fazit: Um eine Geschwindigkeit von ca. 25 km/h zu erreichen, was für die meisten Pendler der Sweet Spot ist, solltest du dir einen Motor holen, der mindestens 500 Watt hat. Mit diesem Motor erreichst du auch eine Beschleunigung von etwa 5 Sekunden auf 20 km/h.

Bergauffahren

Wie bei der Geschwindigkeit und der Beschleunigung kommt es auch beim Bergauffahren auf die gleichen drei Faktoren an: Motor, Akku und Reglergrenzen. Größere Parameter bedeuten bessere Fahrfähigkeiten.

Das Drehmoment ist der Wert, der die Schwerkraft an einem Hang überwindet. Eine höhere Dauerleistung des Motors ist mit einem höheren Drehmoment verbunden, was zu einer längeren Steigfähigkeit ohne thermische Abschaltung führt.

Außerdem wird ein zweimotoriger Elektroroller bevorzugt. Zwei Motoren (vorne und hinten) verdoppeln das auf den Boden wirkende Drehmoment und teilen sich die thermische Belastung, sodass ein Abschalten des Motors bei einer Überhitzung verhindert wird. Außerdem können Doppelmotoren fast immer besser bergauf fahren als ein Einzelmotor mit der gleichen Gesamtwattzahl, weil jedes Rad die volle Traktion hat und weniger abrutschen kann.

Wenn du einen Elektroroller möchtest, der Berge gut hinauffahren kann, solltest du dich für einen Roller entscheiden, der eine Gesamtleistung von etwa 1.000 W hat und mit zwei Motoren ausgestattet ist. Jeder Roller mit weniger als 500 Watt wird an sehr steilen Hängen mit einem erwachsenen Fahrer Probleme haben. 250 W Einzelmotor? Kleine Hügel? Du wirst laufen müssen.

Fazit: Ein Roller mit 500 W bewältigt mäßige Steigungen (10 %). Wenn du häufig Berge hinauffährst, solltest du mindestens 1.000 Watt haben, am besten mit zwei Motoren.

Bremsleistung

Es gibt Hinterradbremsen, elektronische Bremsen, Trommelbremsen und Scheibenbremsen, wobei die Hinterradbremsen am schwächsten und die Scheibenbremsen am stärksten sind.

Außerdem brauchst du ein redundantes Bremssystem. Ein Elektroroller mit zwei Bremssystemen ist einem Elektroroller mit nur einem Bremssystem deutlich überlegen, denn wenn ein Bremssystem ausfällt, brauchst du eine Alternative.

Eine kurze Einschätzung des Bremswegs, der auf dem verwendeten Bremssystem basiert:

Bremsenbeschläge Getesteter Bremsweg bei 20 km/h
Zwei hydraulische Scheibenbremsen ≈ 30 cm
Zwei mechanische Scheibenbremsen ≈ 33 cm
Scheiben- und Trommelbremse ≈ 33 cm
Zwei Trommelbremsen ≈ 39 cm
Scheibenbremse hinten +  Rekuperation vorne ≈ 51 cm
Rekuperation + Fuß oder  Rekuperation + Trommelbremse ≈ 51 cm
Einzelne Trommelbremse hinten ≈ 60 cm
Einzelne Scheibenbremse hinten ≈ 60 cm
Nur Fuß/keine mechanische Bremse und Rekuperation 90–120 cm

Fazit:  Ein Roller mit mindestens zwei verschiedenen Bremsen ist am besten: Rekuperation und mechanische Bremse (bevorzugt Scheibenbremse).

Portabilität

Die Portabilität besteht aus zwei Hauptaspekten:

Gewicht

So viel wiegt der Roller, was vor allem entscheidend ist, wenn du ihn häufig tragen oder hochheben musst (die Treppe hinauf, ins Auto, in öffentliche Verkehrsmittel). Ein leichterer Roller ist einfacher zu handhaben, leichter zu transportieren und generell bequemer, wenn du ihn nur für die letzten Kilometer zur Arbeit brauchst.

Schwere Roller haben zwar oft eine bessere Leistung aufgrund größerer Batterien und Motoren, können aber beim Transport eine Last sein, wenn du nicht auf ihnen fährst.

Um dir eine grobe Einschätzung zu geben: Ultraleichte Elektroroller mit einem Gewicht von maximal 10 Kilo fühlen sich ungefähr so an wie ein Tretroller mit einem kleinen Akku. Du kannst sie einfach mit einer Hand anheben und so die Tragbarkeit maximieren, obwohl du damit in der Regel auf Leistung oder Reichweite verzichtest. Diese sind jedoch ohnehin nur schwer zu finden.

Die meisten „tragbaren“ Pendler-Roller wiegen zwischen 10 und 20 Kilo. Dieser Bereich bietet ein gutes Gleichgewicht zwischen Leistung und Tragbarkeit, aber sobald du dich der 20-Kilo-Marke näherst, wirst du das Gewicht schnell merken, wenn du den Elektroroller länger trägst.

Darüber hinaus erreichen Performance-Roller mit großen Akkus und Motoren oft ein Gewicht von 30 bis 50 Kilo. Ab diesem Punkt sind sie im Grunde fast schon Möbel, die man nur noch gelegentlich bewegt.

Als Faustregel gilt: Wähle einen Roller, der nicht mehr als 20–25 % deines Körpergewichts wiegt. Noch schwerer und du wirst ihn nicht mehr gerne anheben. Wenn du z.B. 80 Kilo wiegst, ist ein Roller mit einem Gewicht von 20 Kilo ungefähr deine Grenze für einen leichten Transport.

Faltmaße

Der Roller mag leicht sein, aber stell dir vor, er lässt sich gar nicht zusammenklappen? Es ist dann immer noch umständlich, ihn zu tragen oder zu verstauen, wenn er nicht benutzt wird, also ist das ein weiterer wichtiger Aspekt. Du brauchst einen Roller, der sich mindestens am Trittbrett zusammenklappen lässt, um seine Größe zu reduzieren. Es gibt auch ein paar Roller, die einen klappbaren Lenker haben, der die Größe weiter reduziert, aber in den meisten Fällen reicht der klappbare Vorbau aus. Diese zusätzlichen Faltpunkte sind sowieso nur weitere Stellen, an denen etwas wackeln oder kaputtgehen kann.

Neben dem einfachen Falten machen durchdachte Designdetails auch einen echten Unterschied. Integrierte Tragegriffe, Schultergurte oder sogar kleine Räder, die den zusammengefalteten Elektroroller wie einen Koffer rollen lassen, können deinen Alltag massiv erleichtern. Wenn du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst oder den Roller regelmäßig zusammen- und auseinanderklappen musst, solltest du auf Funktionen wie einen Ein-Klick-Faltmechanismus und robuste Verschlüsse achten, mit denen du nicht mit deinem Roller kämpfen musst.

Fazit: Wenn du deinen Elektroroller viel tragen musst, solltest du versuchen, das Gewicht unter 20 Kilo zu halten. Er sollte faltbar sein, und ein Tragemechanismus kann ein zusätzlicher Vorteil sein.

Fahrqualität, Komfort und Handling

Das ist generell definitiv keine Hochburg für Elektroroller, aber einige Roller sind aufgrund mehrerer Punkte weniger unbequem als andere:

Reifentyp

Es gibt drei Haupttypen: Luftreifen (mit Luft gefüllt, mit oder ohne Schlauch), Vollreifen (ohne Luft) und einige Hybrid-Varianten (wabenförmig, mit Schaumstoff gefüllt oder ein Luftreifen und ein Vollreifen am selben Roller).

Wenn es um Leistung geht, sind Luftreifen die beste Wahl – deshalb werden sie von den meisten Performance-Rollern verwendet.

1 DE_[MK] Draft_ Main Buyer\'s Guide for Electric Scooters (6473)

Luftreifen, vor allem wenn sie richtig aufgepumpt sind, wirken wie eine zweite Federung. Sie dämpfen Stöße und sorgen für eine bessere Traktion, besonders auf nassen oder rutschigen Oberflächen. Der Reifen kann sich der Straße anpassen und hat normalerweise ein Profil, das für unterschiedliche Bedingungen geeignet ist. Der Nachteil ist, dass sie anfällig für Pannen sind, was regelmäßige Druckkontrollen und gelegentliche Reparaturen erfordert.

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Vollgummi- oder Kunststoffreifen hingegen sind meist bei günstigen Elektrorollern zu finden, da sie günstiger zu produzieren sind. Damit wirst du nie einen Platten haben, was ein großer Vorteil ist, aber sie übertragen jede Vibration auf den Fahrer und den Rahmen des Rollers. Sie haben auf nassem Untergrund oft weniger Grip und können leichter ins Schleudern geraten. Daher sind sie die unterste Stufe für Komfort und Grip.

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Hybride Designs versuchen, einen Mittelweg zu finden. Wabenförmige Reifen haben zum Beispiel Lufttaschen, um Stöße abzumildern, oder es gibt Roller mit einem luftgefüllten Vorderreifen (zur Stoßdämpfung) und einem festen Hinterreifen (für die Haltbarkeit). Diese Lösungen zielen darauf ab, die jeweiligen Nachteile zu kompensieren, indem sie versuchen, die Fahrqualität von Luftreifen (die sie nicht erreichen) und die Wartungsfreiheit von Vollgummireifen (die sie sehr gut imitieren) zu bieten.

Der Reifentyp ist ein Kompromiss zwischen Komfort/Handhabung (Luftreifen gewinnen) und Wartungsfreiheit (Vollgummireifen gewinnen).

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Es gibt auch verschiedene Reifenprofile – für die Stadt brauchst du Straßenreifen mit minimalem Profil, und für das Gelände brauchst du Profilreifen mit gutem Grip. Allerdings fühlen sich die Reifen mit hohem Grip auf der Straße weniger stabil an und sind sehr laut (es klingt in etwa so, als würdest du auf einer sehr wütenden Biene reiten).

Radgröße

Bei der Radgröße gilt: Je größer und breiter, desto besser für die Fahrqualität. Wenn du die Radgröße jedoch über einen bestimmten Punkt hinaus erhöhst, nehmen die Vorteile schnell ab und du musst Abstriche beim Gewicht und der Tragbarkeit machen (große Räder machen den Roller sperriger). Aber wir konzentrieren uns auf die Fahrqualität, denn die Radgröße hat keinen großen Einfluss auf die Portabilität, es sei denn, du hast ein 16-Zoll-Rad, das dann schon ein kleines Hindernis sein kann.

Größere Raddurchmesser bedeuten in der Regel auch, dass der Roller leichter über Unebenheiten und Schlaglöcher rollen kann, wodurch die Gefahr eines Sturzes über ein kleines Hindernis verringert wird. Ein größeres Rad verbessert auch die Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten (größere Aufstandsfläche und höhere Rotationsträgheit).

Die meisten Roller haben einen Raddurchmesser von 8 bis 11 Zoll, was ein Kompromiss zwischen Mobilität und Fahrqualität ist, aber in der Regel für Fahrten auf normalen Straßen ausreicht. 10-Zoll-Räder gelten als Goldstandard für moderne Pendler- und Performance-Roller.

Einige Elektroroller am anderen Ende der Skala haben Räder mit einem Durchmesser von mehr als 15 Zoll. Ab diesem Punkt verwendest du schon Räder in Fahrradgröße, die die beste Laufruhe haben und mit denen du am besten über Hindernisse kommst. Allerdings findet man sie bei Stehrollern eher selten, und sie sind eher bei sitzenden Designs oder einzigartigen Konfigurationen vertreten.

Federung (Stoßdämpfungssysteme)

Ursprünglich hatten die meisten Elektroroller keine Federung, aber mittlerweile sind fast alle in irgendeiner Form gefedert. Das liegt daran, dass die Federung für den Fahrkomfort und die Sicherheit sehr wichtig ist. Elektroroller haben kleine Räder und können auf einem unebenen Untergrund schnell ins Wackeln kommen; eine gute Federung (Federn, Stoßdämpfer) verbessert die Fahrqualität daher erheblich, indem sie Unebenheiten abfedert.

Und nicht nur das, sie hilft auch bei der Kontrolle und Stabilität. Wenn du ohne Federung über Unebenheiten oder Schlaglöcher fährst, kann der Roller die Bodenhaftung und der Fahrer damit die Kontrolle verlieren. Die Federung hält die Räder bei unebenem Gelände in Kontakt mit dem Boden und sorgt für Stabilität und eine hohe Bremswirkung. Durch die Dämpfung der Vibrationen wird auch die Belastung des Rahmens und der Elektronik verringert, was die Lebensdauer des Rollers verlängert.

Wie ich schon oft gesagt habe, ist eine Federung fast ein Muss, es sei denn, du fährst nur auf vollkommen glatten Straßen.

Elektroroller unter 500 € haben in der Regel nur eine minimale oder gar keine Federung, sondern nur kleine Gummiblöcke oder rudimentäre Federkolben mit geringem Federweg. Diese Grundeinstellung führt zu einem rauen Fahrverhalten auf unebenem Untergrund, was sie für den täglichen Einsatz in der Stadt, wo Straßenunebenheiten häufig sind, ungeeignet macht.

Elektroroller in der Preiskategorie von 500–900 € sind mit einer Einzelfederung ausgestattet, entweder an der Vordergabel oder am hinteren Stoßdämpfer. Diese einfache Federung verbessert zwar den Fahrkomfort bei kleineren Unebenheiten im Vergleich zu preisgünstigen Optionen, bietet aber nicht die umfassenden Vorteile einer Doppelfederung. Das Ergebnis ist ein deutlich besseres Fahrgefühl als bei günstigen Elektrorollern, womit sie für den leichten Stadtverkehr gut geeignet sind.

Elektroroller im Preisbereich von 900 bis 1.600 Euro sind entweder mit einer Doppelfederung mit steifen Schraubenfedern oder mit einfachen hydraulischen Stoßdämpfern ausgestattet. Diese doppelte Federung sorgt für eine bessere Stoßdämpfung bei moderaten Unebenheiten und bietet eine solide Leistung auf Stadtstraßen mit gelegentlichen Unebenheiten. Diese Systeme sind auch für leichte Geländefahrten geeignet und bieten den meisten Fahrern ein gutes Gleichgewicht zwischen Komfort und Leistungsfähigkeit.

High-End-Roller verwenden fortschrittliche Hydraulik- oder Luftfedern, die oft mit einstellbarer Vorspannung oder Dämpfung ausgestattet sind. Diese ausgeklügelten Systeme bieten eine überragende Stoßdämpfung und Dämpfungskontrolle, was zu einem hervorragenden Komfort und einer hohen Kontrolle auf unterschiedlichem Terrain führt. Sie minimieren ruckartige Stöße und sorgen auch bei höheren Geschwindigkeiten für Stabilität.

Auch hier gilt: Erwarte von Elektrorollern keine Motorrad- oder e-Bike-ähnliche Federungsleistung, sie haben immer noch ihre Grenzen.

Deckgröße

Das Deck ist der Punkt, auf dem du bei deinem Roller stehst. Es sollte also groß genug sein, damit deine beiden Füße bequem draufpassen, entweder nebeneinander oder voreinander wie auf einem Skateboard. Du solltest genug Platz haben, um deine Füße beim Lenken zu bewegen, und genug Grip, um sicher zu stehen.

Ein breites, langes Deck (50 cm lang und 20 cm breit) gibt deinen Füßen genug Platz, um sich zu bewegen, obwohl die meisten Roller im Durchschnitt eine Deckgröße von etwa 50×18 cm haben, was immer noch eine gute Größe bietet und für die meisten Menschen passt.

Ich habe Schuhgröße 45 und finde, dass eine Deckgröße von 50×22 cm wie beim Kaabo Wolf King GT gut für mich perfekt ist.

Wenn du kleine Füße hast, findest du aber auf den meisten Elektroroller-Decks bequem Platz. Was den Grip angeht, können die Decks mit verschiedenen Materialien versehen werden: Grip-Tape (Skateboard-ähnliches Schleifmittel), geformte oder strukturierte Gummimatten und Silikoneinlagen mit erhabenen Mustern, die deine Schuhe festhalten und für den nötigen Halt sorgen.

Breite und Höhe des Lenkers

Das ist vor allem für größere Fahrer wichtig. Du willst nicht die ganze Fahrt über gebückt auf deinem Elektroroller stehen, also such dir einen Elektroroller aus, dessen Lenkerhöhe zu deiner Körpergröße passt.

Ich bin 1,80 m groß, und eine Lenkerhöhe von etwa einem Meter fühlt sich für mich natürlich an. Fahrer, die mindestens 1,80 m groß sind, kommen mit Lenkern in einer Höhe von 98 bis 105 cm gut zurecht – alles darunter, und du musst dastehen wie Quasimodo. Wenn du zwischen 1,70 und 1,80 m groß bist, befindet sich der typische Rollerlenker (90–95 cm hoch) bereits auf einer bequemen Brusthöhe.

Was die Lenkerbreite angeht, so haben die meisten Elektroroller einen schmalen Lenker mit etwa 40–45 cm. Wenn du zwischen zwei Optionen wählen musst, entscheide dich immer für die breitere Variante. Eine breitere Stange gibt deinen Armen mehr Hebelkraft, wodurch plötzliche Richtungswechsel sanfter und stabiler werden. Ein Lenker, der schmaler ist als deine Schulterbreite, drückt deine Ellbogen nach innen, was sich auf langen Fahrten einengend anfühlen kann.

Fazit: Wenn du Wert auf Komfort legst, sind Lufträder die beste Wahl (akzeptiere das Risiko einer Reifenpanne), außerdem ist eine Radgröße von etwa 10″, mindestens zwei Federn, ein breites und langes Deck von etwa 50×18 cm und eine Lenkerhöhe, die zu deiner Körpergröße passt, am besten.

Sicherheitsmerkmale

Für die Sicherheit sind die beiden wichtigsten Punkte die Beleuchtung und die Bremsen (über die ich bereits geschrieben habe).

Beleuchtung

Ich würde dir nicht empfehlen, nachts mit einem Elektroroller zu fahren, besonders wenn er keine Beleuchtung hat. Aber es gibt einige unvermeidbare Situationen, in denen du das dennoch tun musst. Deshalb brauchst du einen Elektroroller, der zumindest eine einfache Beleuchtung hat. Eine gute Beleuchtung sorgt dafür, dass du den Weg sehen kannst und, was noch wichtiger ist, dass du von anderen gesehen wirst.

Dazu gehören Scheinwerfer, Rücklichter (vor allem Bremslichter), Blinker und jede Umgebungs- oder Seitenbeleuchtung (Deckleuchten, Lenkerleuchten), die die Sicht verbessert.

Der Nachteil ist, dass viele Roller nur mit einfachen Lichtern ausgestattet sind, die vielleicht zu schwach sind oder zu nahe am Boden angebracht sind, was sie weniger effektiv macht.

Aber dein Roller sollte mindestens Folgendes haben:

  • Einen hellen Scheinwerfer, der auf Höhe des Fahrers angebracht ist, um die Strecke auszuleuchten – 400 Lumen reichen für beleuchtete Straßen. Wenn du irgendwo auf dem Land unterwegs bist, wo es nicht viel Umgebungslicht gibt, solltest du 800 bis 1200 Lumen wählen.
  • Rückleuchten, die hell sind und beim Bremsen blinken.
  • Eine Reihe von Reflektoren am gesamten Roller.

Wenn du etwas mehr Geld ausgeben kannst, erhältst du zusätzliche Beleuchtungssysteme wie integrierte Deckleuchten für die Umgebungsbeleuchtung. Auch wenn sie überwiegend nur Verzierung sind, verbessern sie die seitliche Sichtbarkeit auch ein wenig, was an Kreuzungen oder wenn ein Auto von einer Seitenstraße kommt, wichtig ist. Premium-Roller können auch Blinker haben, die denen von Motorrädern ähneln, und Scheinwerfer mit höherer Lichtausbeute oder sogar Doppelscheinwerferkonfigurationen.

Zusätzliche Sicherheitsmerkmale

Elektroroller sind stark von Motorrädern inspiriert, und High-End-Roller verfügen über die gleichen Technologien, die auch bei Motorrädern für die Sicherheit der Fahrer eingesetzt werden. Dazu gehören Dinge wie Bremsen mit ABS, die ein Blockieren der Räder bei starken Bremsvorgängen verhindern, und die Gefahr verringern, die Kontrolle zu verlieren.

Einige Elektroroller haben auch eine Traktionskontrolle. Aufgrund der kleinen Reifen und der enormen Motorleistung hilft die Traktionskontrolle, das Durchdrehen der Räder und damit einen Kontrollverlust zu verhindern.

Es gibt auch andere Funktionen wie:

  • App-basierte Motorsperren, die den Elektroroller sperren und den Motor einfrieren (per App), was den Rollwiderstand erhöht und das Wegschieben des Rollers erschwert.
  • Wegfahrsperrenmodule, die die Stromzufuhr zum Regler unterbrechen und eine laute Sirene auslösen, wenn der Roller angehoben oder geschüttelt wird, damit du Zeit hast, zu reagieren.

Um ehrlich zu sein, helfen diese Funktionen zwar dabei, Diebe abzuschrecken, indem sie Aufmerksamkeit erregen und ihn von einer schnellen Flucht abhalten, aber Tatsache bleibt, dass die meisten Elektroroller klein und ziemlich leicht zu transportieren sind, sodass die Features alleine nicht ausreichen, um dich gegen Diebstahl zu schützen. Ein entschlossener Dieb kann ihn einfach hochheben und versuchen, sich damit aus dem Staub zu machen, vor allem, wenn er sich an einem eher abgelegenen Ort befindet. Die beste Sicherheit bietet immer noch ein gutes Bügelschloss und dass du deinen Roller nie aus den Augen lässt.

Für zusätzliche Sicherheit sind einige Elektroroller mit GPS-Trackern ausgestattet, die den Standort in Echtzeit an dein Handy senden und einen Push-Alarm auslösen, wenn der Roller im abgeschlossenen Zustand berührt wird. Du kannst dann den Live-Standort verwenden, um dein gestohlenes Fahrzeug wiederzufinden.

Das sind aber nur Zusatzfunktionen, die keinen Einfluss auf die Wahl des Rollers haben sollten. Aber zugegeben, es ist dennoch ziemlich cool, sie zu haben. Und wie bei den Airbags im Auto hoffst du, dass du sie nie brauchst, aber wenn du sie einmal brauchen solltest, wirst du froh sein, dass sie da sind.

Fazit: Du solltest zumindest eine Grundbeleuchtung haben: einen Scheinwerfer mit 400 Lumen und ein Rücklicht, das auch als Bremslicht dient. Und natürlich ein gutes Bremssystem. Und vielleicht auch einen versteckten GPS-Tracker oder AirTag.

Verarbeitungsqualität, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit

Die Verarbeitungsqualität ist ziemlich einfach festzustellen – du kannst den Roller einfach ansehen und wirst merken, ob er gut gebaut ist. Kein fadenscheiniges Plastik, keine Montage, die aussieht, als hätte jemand einen schlechten Tag gehabt, und definitiv keine minderwertigen Schweißnähte.

Die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit ist schwieriger zu bestimmen, denn das hängt davon ab, wie du fährst, wo du fährst und wie du die Reifen wartest. Deshalb hörst du auch bei den besten Rollern ab und zu von Problemen. Außerdem musst du mindestens ein Jahr lang mit deinem Roller fahren, um dir eine ehrliche Meinung über seine langfristige Leistung zu bilden.

Für eine unmittelbare Bewertung bieten Community-Berichte und Nutzerbewertungen die zuverlässigsten Einblicke.

Aber um eine ungefähre Vorstellung zu bekommen, kannst du dir die folgenden Faktoren ansehen:

Material, Verarbeitung und Design

Die meisten Elektroroller verwenden 6061er Aluminium für die Rahmenkonstruktion, was ziemlich gut funktioniert – es ist leicht, stabil genug und rostet nicht. Das heißt aber nicht, dass es das einzige Material ist, das verwendet werden kann. Es gibt auch Elektroroller aus Stahl (schwer, aber robust), anderen innovativen Materialien wie die Magnesiumlegierung beim UNAGI (schick und leicht) und einige aus Kohlefaser (wenn dein Roller mehr kosten darf als ein Gebrauchtwagen). All diese Materialien können bei der Entwicklung von Elektrorollern effektiv eingesetzt werden, wenn sie richtig verwendet werden.

Wenn du dir einen Roller genau ansiehst, achte auf sichtbare Schweißnähte. Glatte, gleichmäßig geschliffene Schweißnähte deuten auf eine qualitativ hochwertige Fertigung hin, während scharfe Kanten oder raue Schweißnähte unter Belastung Risse verursachen können.

Da abgebrochene Lenker und Instabilität zu den häufigsten Problemen mit Elektrorollern gehören, solltest du diese Punkte genau untersuchen und auf Verstärkungsmerkmale achten. Ein doppelt verriegelnder oder durchgehender Riegel aus 6061-T6 Aluminium (oder mit einem Stahlstift) verringert diese Risiken erheblich.

Schließlich solltest du Elektroroller mit übermäßig dünnen Kunststoffteilen vermeiden, da diese potenzielle Fehlerquellen darstellen, die die Sicherheit und Langlebigkeit beeinträchtigen können.

Gewicht des Fahrers

Diese Angabe legt das maximale Fahrergewicht fest, das der Roller tragen kann, ohne dass es zu Leistungseinbußen oder Sicherheitsproblemen kommt, wie z. B. Schäden am Rahmen, verringerte Geschwindigkeit und Leistung oder beeinträchtigte Bremswirkung.

Es ist zwar kein magischer Wert, aber ein Elektroroller mit einer höheren Fahrergewichtskapazität gibt dir die Gewissheit, dass er robust gebaut ist.

Die meisten Elektroroller sind für ein Fahrergewicht von etwa 100 Kilo ausgelegt, einige wenige sogar für über 150 Kilo. Diese leistungsstärkeren Roller haben in der Regel verstärkte Rahmen, stärkere Motoren und andere Teile, die der zusätzlichen Belastung gewachsen sind.

Wähle also keinen Roller, der weniger als 100 Kilo tragen kann – selbst, wenn du nur 70 Kilo wiegst, bedeutet dieser zusätzliche Spielraum, dass der Roller nicht an seiner Kapazitätsgrenze belastet wird. Außerdem summiert sich das Gewicht deiner Einkäufe und deines Rucksacks schnell.

IP-Bewertung

Die IP-Bewertung ist der Standard, der misst, wie gut das Gehäuse, die Dichtungen, die Ladeanschlusskappen und die Leitungen Staub (erste Ziffer) und Wasser (zweite Ziffer) abhalten – die beiden Dinge, die elektrischen Komponenten gerne schaden.

Eine höhere IP-Bewertung verringert das Risiko von Schäden beim Fahren in nassen oder staubigen Umgebungen erheblich, während eine niedrigere Einstufung die Anfälligkeit für diese Umweltfaktoren erhöht.

Auch wenn es generell nicht empfehlenswert ist, im Regen zu fahren, kann dich Wetter auch unvorbereitet treffen, sodass ein Schutz vor Wasser unerlässlich ist. Kauf dir keinen Elektroroller ohne IP-Bewertung, da er keinen zertifizierten Schutz gegen das Eindringen von Wasser bietet und sehr anfällig für Schäden durch Regen oder Spritzer ist.

Zum Glück haben die meisten Elektroroller die Schutzklasse IPX4, was das Minimum sein sollte. Sie bieten Schutz vor leichtem Regen oder Spritzwasser aus allen Richtungen, haben aber keine Staubzertifizierung.

Am oberen Ende gibt es IP67 Elektroroller (staubdicht + zeitweiliges Untertauchen). Sie können kurzzeitig in Wasser getaucht werden (bis zu 30 Minuten in 1 m Tiefe) und sind staubdicht. Aber sie sind selten.

Anmerkung: Selbst bei diesem Schutzniveau sollte ein längeres oder tiefes Untertauchen vermieden werden, da kein Roller wirklich „wasserdicht“ ist

Garantiedauer und -abdeckung

Beurteile die Garantie danach, wie lange sie ist und was sie alles abdeckt. Eine längere und umfassendere Garantie zeigt das Vertrauen des Herstellers in die Qualität seines Produkts und schützt dich gleichzeitig vor frühen Defekten oder Ausfällen, wodurch du möglicherweise erhebliche Reparaturkosten sparen kannst.

Elektroroller haben viele Komponenten, die kaputt gehen können, vor allem die elektronischen Teile (Akku, Motor, Regler usw.), und Reparaturen können teuer sein. Ein Austausch des Motors kann mehr kosten als manch günstiger Elektroroller.

Die meisten Roller haben eine 6- bis 12-monatige Garantie, wobei ein ganzes Jahr als solide Basis gilt. Achte darauf, dass zumindest die wichtigsten Komponenten abgedeckt sind – Motor, Akku, Regler und Rahmen.

Recherchiere in den Community-Foren des Rollers, um herauszufinden, ob die Hersteller die Garantieansprüche auch konsequent einhalten. Wenn die Hälfte der Beiträge „Garantie verweigert“-Geschichten sind, ist das ein Zeichen dafür, dass du besser auf der Hut sein solltest.

Und vermeide jedes Produkt, das keine Garantie hat – das zeigt nur, dass der Hersteller wenig Vertrauen in sein Produkt hat, also solltest du das auch nicht. Selbst eine 90-Tage-Garantie (die bei günstigen Modellen üblich ist) ist besser als gar keine Abdeckung, obwohl drei Monate im Wesentlichen nur frühe Herstellungsfehler abdecken.

Qualität und Sicherheit des Akkus

Markenakkus von Herstellern wie LG, Samsung und Panasonic übertreffen Alternativen von unbekannten Herstellern und halten Hunderte von Ladezyklen mehr durch.

Wenn möglich, überprüfe, ob der Roller oder der Akku über die entsprechenden Sicherheitszertifikate verfügt (z. B. die UL-Zertifizierung in den Vereinigten Staaten). Die Aufkleber UL2271 (für Akkus) oder UL2272 (für ganze Elektroroller) zeigen an, dass das Produkt bestimmte Sicherheitsnormen, wie z. B. Stauch-, Fall- und Thermotests, bestanden hat. Zertifizierungen sind zwar keine Garantie für eine perfekte Qualität, aber sie weisen auf eine grundlegende Sicherheitskontrolle während der Herstellung hin.

Achte außerdem auf Roller, die deutlich auf ein Batteriemanagementsystem (BMS) hinweisen, das vor einer Überladung und Überentladung schützt und die Gesundheit des Akkus erhält.

Erfolgsbilanz der Marke

Die Qualität von unbekannten Marken ist nicht von der Hand zu weisen – sie produzieren seit kurzem ebenfalls Roller, die nicht sofort auseinanderfallen. Wenn du aber auf Nummer sicher gehen möchtest, solltest du dich für etablierte Marken wie Segway, GOTRAX, Inokim, NAMI, Kaabo usw. entscheiden. Sie sind schon lange genug im Geschäft, um die offensichtlichen Mängel beseitigt zu haben und bieten in der Regel einen besseren langfristigen Support.

Der Vorteil dieser etablierten Marken ist nicht nur die Qualität, sondern das gesamte Ökosystem. Es gibt Foren voller erfahrener Besitzer, YouTube-Videos, Tipps zu bekannten Probleme und Fehlerbehebungen sowie eine Menge Ersatzteile. Aber all das bedeutet, dass Markenprodukte dich natürlich auch mehr kosten werden.

Wartungsfreundlichkeit und Teileverfügbarkeit

Du möchtest am besten einen Elektroroller, für den es leicht Ersatzteile gibt und der entweder von dir selbst oder in örtlichen Geschäften gewartet werden kann. Überprüfe daher, ob der Hersteller Ersatzteile direkt vertreibt – Reifen, Schläuche, Bremsbeläge und andere Ersatzteile für häufig auftretende Fehler sollten verfügbar sein. Diese Überlegung ist entscheidend für deine langfristigen Betriebs- und Wartungskosten.

Fazit: Achte auf eine solide Konstruktion (gute Schweißnähte, wenig Kunststoff), eine Tragfähigkeit von mehr als 100 Kilo, mindestens IPX4, eine mindestens 6-monatige Garantie auf die wichtigsten Komponenten, Markenakkus mit BMS, eine etablierte Marke oder einen starken Community-Support und verfügbare Ersatzteile.

Welchen Elektroroller solltest du kaufen?

Basierend auf den obigen Angaben eignen sich verschiedene Roller für unterschiedliche Bedürfnisse, daher werde ich versuchen, einen kleinen Spickzettel zu erstellen, den du dafür verwenden kannst.

Der perfekte Elektroroller für Pendler

Wenn ich ein Pendler wäre, der täglich einen Elektroroller benutzt und darauf angewiesen ist, würde ich nach einem Elektroroller mit diesen Eigenschaften suchen:

  • 500–700 W Motor (Einzelmotor für flaches Terrain, 1.000 W Doppelmotor für hügelige Strecken)
  • 500–800 Wh Akku für ca. 25–35 Kilometer tatsächliche Reichweite (denke an die 60%-Regel)
  • Duales Bremssystem (Scheibenbremse + elektronische Bremse)
  • 8.5″-10″ Luftreifen (solide, wenn du keine große Wartungsarbeit möchtest, und dir Komfort nicht so wichtig ist)
  • IPX4 Wasserbeständigkeit oder besser
  • Gewicht zwischen 15 und 20 Kilo
  • Helles Licht vorne (400–600 Lumen) und hinten mit Bremsaktivierung
  • Solider Klappmechanismus mit Sicherheitsverriegelung
  • Mindestens eine Gewichtskapazität von 100 Kilo (Sicherheitsmarge)
  • Mindestens eine 6-monatige Garantie von einer Marke mit tatsächlichem Support
  • Preisspanne: 600–1.200 €

Mit diesem System kannst du problemlos 90 % des städtischen Pendlerverkehrs bewältigen. Wenn dein Budget unter 500 € liegt:

  • Akzeptiere einen Motor mit 250–350 W (20–25 km/h in der Praxis)
  • 200–350 Wh Akku (15–20 Kilometer reale Reichweite)
  • Einzelne hintere Scheiben- oder Trommelbremse plus Elektronik
  • 8.5″-Reifen
  • Einfache oder gar keine Federung

Zum Glück wiegen die meisten dieser Elektroroller nur um die 15 Kilo, sodass sie sehr portabel sind und sich gut als Einsteiger-Roller oder als Roller für die letzten Kilometer eignen, wenn du die Nachteile kennst.

Performance-/Off-Road-Elektroroller

Wenn ich viel im Gelände unterwegs wäre, lange Strecken pendeln würde oder einen Elektroroller nur wegen des Nervenkitzels suchen würde (und eine gute Versicherung hätte), würde ich mir einen mit folgenden Daten aussuchen:

  • Dualmotor mit 1.000–3.000 W insgesamt
  • 1.500 Wh oder größerer Akku für etwa 50–70 Kilometer tatsächliche Reichweite
  • Zwei hydraulische/mechanische Scheibenbremsen (bei diesen Geschwindigkeiten unbedingt nötig)
  • Vollfederung vorne und hinten mit aktueller hydraulischer Dämpfung
  • Mindestens 10–11″-Reifen mit mindestens 3″ Breite, Stollenprofil für das Gelände, Straßenprofil für höhere Geschwindigkeiten
  • Schutzart mindestens IP54
  • Starker Rahmen mit einer Belastbarkeit von über 120 Kilo
  • Hochwertige Akkus (LG/Samsung/Panasonic) mit robustem BMS
  • Breites Deck (mindestens 50×18 cm)
  • 1.000+ Lumen vorne, Rück-/Bremslicht, Deckbeleuchtung und Blinker, wenn möglich
  • Verstärkter Rahmen und Lenker (Doppelverriegelung ist Pflicht)
  • Stahl- oder verstärkte Aluminiumkonstruktion mit leichten Materialien
  • Preisspanne: 1.500–3.000€

Elektroroller für schwere und große Erwachsene

Wenn ich ein schwerer und/oder großer Fahrer wäre, würde ich nach einem Elektroroller mit folgenden Merkmalen suchen:

  • Gewichtskapazität von mindestens 120 Kilo
  • Doppelmotor (500 W+) für eine bessere Gewichtsverteilung in der Ebene; in hügeligem Gelände solltest du einen Doppelmotor mit 1.000 W wählen
  • Akku mit mindestens 700 Wh, um die zusätzliche Last auszugleichen und immer noch mehr als 35 Kilometer zu schaffen
  • Verstärkter Rahmen und Lenker (Doppelverriegelung ist Pflicht)
  • Breites Deck (mindestens 50×18 cm)
  • Lenkerhöhe (95 bis 100 cm für Fahrer über 1,80 m)
  • Starke Federung mit einstellbarer Vorspannung, um dein Gewicht stabil halten zu können
  • Zwei hydraulische/mechanische Scheibenbremsen
  • Mindestens 10–11″ Luftreifen, je größer, desto besser
  • Stahl- oder verstärkte Aluminiumkonstruktion mit leichten Materialien
  • Preisspanne: 1.200–3.000€

Die meisten Performance- und Off-Road-Elektroroller sind standardmäßig für schwere/große Fahrer geeignet. Sie sind bereits robust gebaut und verfügen über ein hohes Gewicht, starke Motoren und große Akkus. Achte einfach darauf, dass die Lenkerhöhe angenehm für dich ist.

Fazit

Im Grunde genommen hängt es also davon ab, wie du den Roller einsetzen möchtest, welchen Typ du dir kaufen solltest. Nimm dir Zeit, um deine Bedürfnisse ehrlich einzuschätzen – es bringt nichts, dir einen Performance-Roller zu kaufen, wenn du jeden Tag nur 5 Kilometer auf ebenem Boden zur Arbeit fährst. Aber du solltest auch nicht sparen, wenn du einen Roller brauchst, der für lange tägliche Pendlerfahrten mit Steigungen geeignet ist.

FAQs

Welche Reichweite kann ich von einem voll aufgeladenen Elektroroller erwarten?

Nimm am besten die Angaben des Herstellers und multipliziere sie mit 0,6, um einen realistischen Wert zu erhalten. Die meisten Hersteller testen nämlich unter idealen Bedingungen, die in der Realität nur schwer zu erreichen sind. In Wirklichkeit erreichst du etwa 60 % der angegebenen Reichweite. Ein Elektroroller, der mit einer „Reichweite von 40 Kilometern“ beworben wird, schafft unter realen Bedingungen wahrscheinlich nur 24 Kilometer.

Ein besserer Indikator für die Reichweite ist allerdings ohnehin die Akkukapazität. Grob gesagt, erhältst du pro 100 Wh eine Reichweite von 7 Kilometern. Für eine zuverlässige Reichweite von mehr als 45 Kilometern solltest du eine Akkukapazität von mindestens 700 Wh anstreben.

Wie viel sollte ich für meinen ersten Elektroroller ausgeben?

Beleuchten wir das etwas genauer:
  • Unter 500 €: Einfache Geräte für Pendler mit 250–350 W Motoren, Akkus mit 200–350 Wh. Gut für kurze Touren (20–30 Kilometer) auf flachem Gelände.
  • 5.00–1.200 €: Der Sweet Spot für die meisten Fahrer. Du bekommst hier Motoren mit 500–700 Watt, Akkus mit 500–800 Wh, eine gute Federung und eine reale Reichweite von 30–40 Kilometern.
  • Über 1.200€: Leistungsstarke Elektroroller mit zwei Motoren, größerer Reichweite und erstklassigen Funktionen.

Eine gute Faustregel: Wenn du täglich pendelst und das Auto als Hauptverkehrsmittel nutzt, solltest du am besten mindestens 600 € ausgeben. Wenn du den Elektroroller jedoch nur für gelegentliche Fahrten zum Spaß oder für die letzten Kilometer im Berufsverkehr brauchst, können 300–500 € absolut ausreichen.

Wie lange dauert das Aufladen des Akkus und woran merke ich, dass ich einen neuen brauche?

Die Ladezeit beträgt 4–20 Stunden, je nach Akkugröße und Stromstärke des Ladegeräts. Hochwertige Lithium-Ionen-Akkus halten 300–500 volle Zyklen (etwa 2–4 Jahre bei täglichem Gebrauch), bevor die Kapazität nachlässt. Bei einem Elektroroller mit einer getesteten Reichweite von etwa 15 Kilometern pro Ladung sind das 4.500-7.500 Kilometer, die du mit einem Akku hinkommst.

Kann ich meinen Elektroroller auch im Regen fahren?

Ja, aber sei dabei sehr vorsichtig, da die Gefahr des Ausrutschens sehr groß ist. Achte darauf, dass er mindestens die Schutzklasse IPX4 hat, die vor leichtem Regen und Spritzern aus Pfützen schützt. Aber:
  • Vermeide Pfützen und stehendes Wasser
  • Fahre nie bei starkem Regen oder Gewitter
  • Trockne deinen Elektroroller nach Fahrten im Regen gründlich ab
  • Der Bremsweg verlängert sich auf nasser Fahrbahn erheblich
  • Die Abrutschgefahr steigt
  • Die Sicht nimmt ab
  • Du könntest die Garantie verlieren

Selbst „wasserdichte“ Elektroroller sind nicht für tiefes Wasser oder längere Zeit im Regen geeignet.

Welche Leistung braucht ein Elektroroller, um Hügel hinauffahren zu können?

Das hängt vom Gewicht des Fahrers und der Größe des Gefälles ab. Je höher diese Werte sind, desto mehr Motorleistung brauchst du. Bei mäßigen Steigungen (10 %) kann ein Roller mit mindestens 500 W ausreichen. Bei steilen Hügeln oder schweren Fahrern brauchst du eher Doppelmotoren mit mindestens 1.000 W.

Einzelmotoren mit weniger als 500 Watt haben an Hügeln mit erwachsenen Fahrern zu kämpfen. Wenn du über 100 Kilo wiegst oder regelmäßig steile Steigungen bewältigen musst, solltest du mindestens 1.000 W Gesamtleistung einplanen (oft zwei Motoren mit je 500 W).

Soll ich Vollgummi- oder Luftreifen (mit Luft gefüllt) kaufen?

Luftreifen sind besser für Komfort und Traktion, müssen aber gewartet werden:
  • Viel ruhigeres Fahrverhalten, bessere Stoßdämpfung
  • Hervorragender Grip, besonders bei nassen Bedingungen
  • Können platt werden, der Druck muss regelmäßig kontrolliert werden

Vollgummireifen sind wartungsfrei, aber unkomfortabler:

  • Sie können niemals einen Platten haben, es ist keine Wartung nötig
  • Überfahren jede Erhöhung, sind weniger komfortabel
  • Weniger Grip auf nassen Oberflächen

Entscheide dich für Druckluftreifen, es sei denn, du möchtest mögliche Platten absolut vermeiden.

Ab wann ist ein Elektroroller zu schwer, um ihn zu tragen?

Halte das Gewicht unter 20–25 % deines Körpergewichts, damit du ihn bequem tragen kannst.
  • Unter 15 Kilo: Leicht zu tragen, auch in öffentlichen Verkehrsmitteln praktisch
  • 15–20 Kilo: Kurze Tragezeiten sind okay, kann auf Dauer ab unangenehm werden
  • Über 20 Kilo: Nur für den Alltag geeignet, wenn du ihn selten hochheben musst

Für das tägliche Pendeln, wenn du deinen Elektroroller regelmäßig falten/tragen musst, solltest du unter 17 Kilo bleiben.

Sollt mein Elektroroller eine Federung haben? Und wenn ja, welche?

Die Federung beseitigt zwar nicht alle Unebenheiten, aber sie minimiert die Erschütterungen. Eine Federung ist fast schon ein Muss, es sei denn, du fährst nur auf vollkommen ebenen Straßen.

Eine Doppelfederung ist das Minimum für den täglichen Fahrkomfort.

Was ist der Unterschied zwischen dem Mieten eines Elektrorollers und dem Kauf eines Eigenen?

Wenn du mehr als 25–30 € in der Woche für das Mieten ausgibst, ist ein Kauf finanziell sinnvoll.

Vorteile beim Kauf:

  • Immer verfügbar, wenn du ihn brauchst
  • Keine Suche nach Rollern in der Nähe
  • Bessere Leistung und mehr Komfort
  • Kann individualisiert und richtig gewartet werden

Vorteile beim Mieten:

  • Keine Kosten vorab und keine Wartung
  • Gut zum Testen vor dem Kauf
  • Keine Sorgen wegen Diebstahl/Lagerung

Miete einfach eine Woche lang einen Roller, um dein Nutzungsverhalten zu verstehen, bevor du einen kaufst.

Sind die günstigeren Elektroroller von Amazon/Alibaba ihr Geld wert?

Sei dabei sehr vorsichtig. Viele sind nachgebaute, namenlose Modelle mit Angaben, die gar nicht stimmen und schlechtem Kundenservice.

Warnsignale:

  • Keine Garantie oder Kundenbetreuung
  • Verdächtig günstige Preise für angebliche Daten
  • Keine Sicherheitszertifizierungen (UL2272, CE)

Welche Sicherheitsausrüstung und welches Zubehör brauche ich?

Unverzichtbar:
  • Helm (unabdingbar)
  • Beleuchtung, wenn die deines Rollers unzureichend ist (mindestens 400 Lumen vorne, helles Bremslicht hinten)
  • Reflektierende Kleidung für eine höhere Sichtbarkeit
  • Gutes Schloss (U-Schloss, verlass dich nicht nur auf App-Sperren)

Empfohlen:

  • Knie-/Ellbogenschoner für Anfänger
  • Klingel
  • Handyhalterung
  • Reifenflickzeug (für Luftreifen)

Lies immer die örtlichen Gesetze; in vielen Gegenden besteht Helmpflicht, die Geschwindigkeit ist auf maximal 25 km/h begrenzt und es gibt Einschränkungen, wo du fahren darfst.